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Beat Staehli

Mein Handwerk ist so alt wie die Menschheit. In unserem Zeitalter der Massenproduktion, der Verflachung des allgemeinen Geschmackes ist es mir wichtig, ein Zeichen zu setzen. Ich will das Handwerk unserer Vorfahren weiterentwickeln und ihm meinen persönlichen Stempel aufsetzen.

 

Geburtsdatum:      

  • 18. August 1952
    Sohn des bekannten Berner Töpfers Willy Staehli

 

Werdegang: 

  • Töpferlehre und Grundbasis für das Formengefühl erlernt bei Frau Margrit Linck in Reichenbach/Zollikofen

  • Weiterbildungskurse an der Schule für Gestaltung in Bern in den verschiedensten Mal- und Zeichnungstechniken (erste Bilderausstellungen)

  • Chefexperte für Töpfer und Kursleiter für plastisches Gestalten

  • Diverse Auslandaufenthalte in Südamerika und Afrika beeinflussen bis heute das künstlerische Schaffen

  • Eigenes Atelier seit 1975

  • Den Lebensunterhalt anfänglich mit traditioneller Heimberger-, wie auch mit Gefässkeramik in verschiedenen Niederbrandglasuren verdient

  • Daneben immer die künstlerische Entwicklung weitergeführt

  • Die daraus entstandenen Werke wurden an den verschiedensten Ausstellungen gezeigt

 

Arbeitsgebiet: 

  • Objekte, Plastiken und Bilder

 

Techniken: 

  • Drehen, modellieren und montieren von verschiedenen Steinzeugtonen 

  • Brennen im Gas- und Elektroofen bis 1300° C

  • Oberflächengestaltung durch direktes Einwirken der Flamme. 

  • Verschiedene Abräucherungs- und Reduktionstechniken


Heutiges künstlerisches Schaffen

 

Mit dem Bau eines eigenen Gasofens 1993, die Umstellung auf den Steinzeugton, sowie die Mitwirkung in der Künstlergruppe "T(h)un-Töpfer" besiegelte endgültig das Ende der traditionellen Töpferei.

Das Umsetzen meiner auf langjähriger Erfahrung und Eindrücken beruhenden Ideen in Skulpturen und Plastiken interessiert mich nicht nur technisch sondern vor allem gefühlsmässig. Mir ist wichtig meine Kunstwerke ursprünglich, natürlich und ausdrucksstark zu gestalten. Die Auswahl der geeigneten Tone kann für das Gelingen entscheidend sein. Die Oberflächenstrukturen meiner Werke sind abhängig vom jeweiligen Objekt glatt, aufgerissen oder gespalten.

Die ewig dauernde Auseinandersetzung mit der Farbe (Patina), beschäftigt mich bei jedem Objekt von neuem. Unaufhörlich experimentiere ich mit Glasuren, Engoben, Oxyden und Karbonaten.

Das Brennen der Objekte ist ein Spiel mit dem Feuer. Dieser Faszination bin ich immer wieder von neuem ausgeliefert. Die Macht des Feuers führt zu überraschenden Resultaten, kein Brand verläuft wie der vorhergehende. Um meine Erwartungen zufrieden zu stellen sind manchmal bis zu sechs Brände notwendig. Die einfache, stille Schönheit ist mir wichtig.